openSUSE auf dem Weg zur Selbstfindung

Das openSUSE Projekt befindet sich seit einiger Zeit in einer Neuausrichtungs- phase, bei der es darum geht mögliche neue Ziele zu definieren.

Nach einer Umfrage, die noch maßgeblich vom ehemaligen Community Manager Joe ‘Zonker’ Brockmeier mitgestaltet wurde folgte eine SWOT Analyse, um die Stärken und Schwächen des Projektes zu ermitteln und zu versuchen Herausforderungen und Gefahren zu erkennen.

Ende Mai trafen dann das openSUSE Board und einige Community Mitglieder in Nürnberg zusammen um daraus mögliche Strategien für die weitere Zukunft des Projektes zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag, den 17.06.2010 der Öffentlichkeit präsentiert und können nun schrittweise auf der openSUSE-project Mailingliste und im Forum diskutiert werden.


Es wurden drei Vorschläge für eine strategische Neuausrichtung bekanntgegeben. Ergänzend wurden bisher zwei weitere Vorschläge von der Community nachgereicht. Die Diskussion um das “Community Statement“, in dem die Ziele und die grundlegende Ausrichtung des Projektes beschrieben wird, sowie um die ersten Vorschläge hat bereits begonnen.

Zur Debatte stehen “openSUSE – Home for developers“, “openSUSE – Base for derivatives“, “openSUSE – Mobile and cloud ready distribution“, “opensuse – the #1 KDE distribution” und “openSUSE – for the productive poweruser“.

Home for developers” zielt darauf ab, die Distribution zu einer optimalen Plattform für Softwareentwickler auszubauen. Zu diesem Vorschlag kam es, weil bei der durchgeführten Umfrage ein Großteil der Teilnehmenden angegeben hat openSUSE zu nutzen um darauf zu programmieren.

Mit “Base for derivates” würde das openSUSE Projekt auf einen stabilen, aber über einen längeren Zeitraum unterstützten Distributionskern reduziert, der als Basis für weitere Distributionen genutzt werden könnte.

Als “Mobile and clound ready distribution” würde openSUSE um ‘Cloud’ Dienste erweitert und für die Remote Administration via WebUI optimiert. Außerdem würden Entwicklungsumgebungen für Mobile Plattformen wie Android, MeeGo oder WebOS integriert.

Der Vorschlag openSUSE als “#1 KDE distribution” zu etablieren, resultiert auf einer Rückbesinnung auf die Stärken des Projekts, denn openSUSE gilt bereits heute als eine der Distributionen die KDE am besten integriert.

Mit Verfolgung der Strategie “for the productive poweruser” würde openSUSE zu einer Distribution für erfahrene Benutzer, wäre also ungefähr zwischen Ubuntu und Fedora anzusiedeln.

An der Diskussion auf der Mailingliste und in den Foren kann sich jeder beteiligen, die abschließende Abstimmung soll jedoch nur für openSUSE members zugänglich sein.

22. Juni 2010 von Marcus
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1 Kommentar

  1. Für mich wären diese beiden dann wohl die Wünschenswerten:
    #1 KDE distribution
    for the productive poweruser

    Ich denke das openSUSE unbedingt auf die Wünsche der Anwender mehr eingehen sollte, denn wenn es nur, in der Hauptsache für Programmierer wäre, würde man die potentiellen User die jetzt schon mit der Konsole ge- und überfordert sind würden abwandern bzw. gar nicht erst zu Suse greifen.
    In Sachen Benutzerfreundlichkeit hat Ubuntu in seinen Versionen in den letzten Jahren sehr weit aufgeholt wie ich meine.
    lieben Gruß aus Hessen

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